Die AIIC stellt sich vor

Was ist aiic?

Die aiic ist der einzige weltweite Berufsverband der Konferenzdolmetscher. Dieser wurde 1953 als Association Internationale des Interprètes de Conférence, abgekürzt aiic, gegründet, und heute sind mehr als 3000 professionelle Konferenzdolmetscher aus über 100 Ländern unter dem Dach der aiic zusammengeschlossen.

Sprache und Sprachen sind Dreh- und Angelpunkt internationaler Kommunikation. Es gehört zu unseren Grundrechten, das, was man sagen will, in der eigenen Muttersprache ausdrücken zu können und das, was andere in einer anderen Sprache sagen, richtig zu verstehen. Damit dieses Recht gewährleistet wird, übernimmt die aiic eine zentrale Rolle, indem sie mit den unterschiedlichsten Auftraggebern daran arbeitet, Angebot und Nachfrage jeweils aufeinander abzustimmen. Die aiic setzt sich für den Beruf des Konferenzdolmetschers ein, indem sie sowohl im Interesse von Auftraggebern als auch der den Beruf ausübenden Praktiker hohe Standards setzt, sinnvolle Ausbildungspraktiken fördert und die Berufsethik des Verbands stärkt.

Die Aufnahme in die aiic erfolgt in einem mehrstufigen System, in dem erfahrene Kollegen für die Qualität und Professionalität der Bewerber bürgen. Mit ihrem Beitritt verpflichten sich die Mitglieder zur Einhaltung der strengen Berufsethik und der Professionellen Standards der aiic.

Der Verband hat sich zum Ziel gesetzt, den Berufsstand insgesamt zu vertreten und im Namen aller Konferenzdolmetscher zu handeln. Durch die Gewinnung vieler neuer Mitglieder insbesondere in den Teilen der Welt, in denen die Berufsgruppe geradezu stürmisch wächst, aber auch durch frühzeitiges Erkennen berufsrelevanter Entwicklungen trägt die aiic ganz allgemein zum Wohl der Gemeinschaft der Konferenzdolmetscher bei.

Was leistet die aiic?

  • Die aiic handelt Rahmenverträge mit den wichtigsten internationalen Organisationen aus, in denen die Arbeitsbedingungen und Konditionen für Konferenzdolmetscher festgelegt werden.
  • Die aiic ist in Bezug auf neue Marktentwicklungen stets auf dem neusten Stand dank der Arbeit des Private Market Sector (Privater Markt), der die Erfahrungen der aiic-Mitglieder für die Organisation von Konferenzen nutzbar gemacht und die Rolle des beratenden Dolmetschers etabliert hat.
  • Die aiic ist bemüht, die Interessen aller Konferenzdolmetscher zu vertreten und hat in Zusammenarbeit mit der UNESCO ein langfristiges Projekt zur Definition und Anerkennung des Berufs des Konferenzdolmetschers initiiert.
  • Die aiic erarbeitet Normen in enger Kooperation mit internationalen Normungsgremien wie der Internationalen Organisation für Normung (ISO), in denen beispielsweise die technischen Normen für Dolmetschkabinen festgelegt sind. Ebenso steht sie Architekten bei der Gestaltung von Konferenzzentren mit fachlichem Rat zur Seite oder auch Fernsehsendern, die eine Satellitenverbindung mit Sprachübertragung programmieren wollen.
  • Die aiic will zu höchster Dolmetschqualität beitragen und setzt sich deshalb für die Arbeitsbedingungen von Dolmetschern ein. Sie hat eine umfassende Informationsbasis über optimale Arbeitsbedingungen als Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige Verdolmetschung zusammengestellt. In jüngster Zeit hat die aiic mit einem international renommierten Arbeitsmediziner zusammengearbeitet, um den Zusammenhang zwischen Arbeitsbedingungen und Dolmetschleistung zu untersuchen (siehe auch Studie zur Arbeitsbelastung = Work Load Study).
  • Die aiic fördert die besten Ausbildungspraktiken durch Erstellung einer Übersicht und Bewertung der Ausbildungsstätten sowie durch Unterstützung von Fortbildungsmaßnahmen.
  • Die aiic pflegt den Dialog mit den Auftraggebern. Die aiic weiß, wie wichtig der Dialog mit Auftraggebern ist und hat Anfang der 90er Jahre eine detaillierte Studie zu den Erwartungen der Auftraggeber von Dolmetschern erstellen lassen.
  • Die aiic pflegt den Dialog mit Konferenzdolmetschern. Die interaktive aiic-Website, insbesondere das Webzine Communicate! entspringt unserem Wunsch, eine offene Kommunikationsplattform zu schaffen. Bestimmte aiic-Arbeitsgruppen wie VEGA, das Netz für junge Dolmetscher, die Arbeitsgruppe zum Gerichtsdolmetschen sorgen für den weltweiten Austausch mit unseren Kollegen.
  • Die aiic unterstützt den Einsatz verschiedener Sprachen in einer mehrsprachigen Welt durch ihre eigenen Projekte und durch direkte Mitarbeit in internationalen Gremien.
  • Die aiic befasst sich intensiv mit den neuen Technologien und nimmt Stellung zu den damit verbundenen Herausforderungen und Chancen.

Vorteile einer aiic-Mitgliedschaft

  • Ihre direkte Mitgliedschaft bedeutet: Anerkennung Ihrer Professionalität, gute Auffindbarkeit für potentielle Auftraggeber, direkte Mitsprache in Verbandsangelegenheiten, Zugang zu einem weltweiten Netz von Kollegen, Mitgliedschaft bleibt auch bei Umzug in ein anderes Land bestehen.
  • Ihr Name und Ihre Angaben zur Kontaktaufnahme kommen in die aiic online-Datenbank und ins gedruckte aiic-Jahrbuch.
  • Eine POP3/IMAP4 E-Mail-Adresse (you@aiic.net) mit hochentwickeltem Spam- und Computerviren-Schutz, Webmail-Zugang und einer Mailbox mit 200Mb Speicherkapazität.
  • Sie haben Vorrang und Vergünstigungen bei Fortbildungsmaßnahmen.
  • Sie haben Zugriff auf alle verfügbaren Ressourcen in dem nur für aiic-Mitglieder zugänglichen Bereich der Website, einschließlich weiter entwickelter Datenbank-Suchfunktionen und aiic PR-Material.
  • Sie erhalten das Jahrbuch kostenlos zugesandt.
  • Sie können sich an den aiic-Aktivitäten beteiligen und sich in den Bereichen engagieren, die Sie am meisten interessieren (Ausbildung, Sektoren, Sicherung der Arbeitsbedingungen, Forschung, Aufnahmebedingungen, neue Mitglieder, Statistik, PR, usw.).
  • Sie können sich an Projekten beteiligen, die die Zukunft unseres Berufs maßgeblich mitgestalten werden.
  • Sie können sich in der Gruppen-Verdienstausfallversicherung absichern, die nur aiic-Mitgliedern offen steht.
  • Der aiic-Solidaritätsfonds unterstützt Mitglieder in Not.

Recommended citation format:
AIIC. "Die AIIC stellt sich vor". aiic.net February 19, 2002. Accessed October 17, 2017. <http://aiic.net/p/1635>.


Forum

Comments 6

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Maricruz González C.

   

I believe translation is an art when the translator is an artist him/herself, i.e., he/she has sufficient educational (not necessarily academic) background that provides him/her with an artistic criteria and way of writing. I believe science comes with the know-how in translation/interpretation and I wouldn't differentiate these two. However, I have encountered great translators who are anything but artists. Here I would talk about mere translation skills.

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Aniway Adap

   

Is translation an art or science? I would like to convince myself that it is an art but there are people, including translation professionals who believe that it consists a bit of science. If this is the case, when is it an art and when is it science?

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Aniway Adap

   

Backtranslating as suggested by Mr. Garcia could be a very good idea, - as TL should sound or should read as if it's the original and at the same time remain its features as a translated doc. (Translation Code of Ethics)Besides you don't get the accuracy of translation by gauging the gaps but by securing the conveyed message.

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Arturo M Garcia

   

I agree with Mr. Sanchez, but I would like to add another "acid test" if I may put it that way. I have found that backtranslating the text into the original (source) language is a very good way to gauge the closeness of the translation, both in meaning and in register.

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RAUL SANCHEZ

   

The best way to know if a text has been translated into another language is to associate it to the purpose for which it was translated...What message is the original text intending to convey? To one group of people the same message might be translated one way, while it might be traslated a little different to another group of people, albeit the same language just different zone or modes of the area...

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DONALD P HAYES

   

hOW DO WE KNOW (SCIENTIFCALLY)

HOW CLOSELY TEXT A (ONE LANGUAGE)

HAS BEEN TRANSLATED INTO TEXT B

(IN ANOTHER LANGUAGE)? ARE THERE

BENCHMARKS, OR MEASURES FOR CALIBRATING THE MAGNITUDE OF THE GAP IN THOSE TWO TEXTS?

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